Patientengeschichte

Veröffentlicht

Zerebralparese, Männlich, 3 Jahre, Februar – März 2022

Zusammenfassung

DiagnoseGeschlechtAlterNationalität
ZerebralpareseMännlich3 JahreLettland
InjektionenZelltypBehandlungsbeginnBehandlungsende
8UCMSC23. Februar 202217. März 2022

Anamnese

Beim Patienten wurde nach einer Herpes-Meningoenzephalitis eine Zerebralparese (Tetraparese) diagnostiziert. MRT-Aufnahmen zeigten eine schwere Hirnschädigung auf der rechten und eine geringe Schädigung auf der linken Seite. Im Alter von derzeit sechs Monaten zeigt er eine relativ normale Entwicklung, allerdings mit schwächerer Bewegung des linken Arms und im Vergleich zu Gleichaltrigen langsamerer Mobilität. Physiotherapie und Massagen sowie Übungen zu Hause bilden seinen Behandlungsplan. Die Medikation umfasst Phenobarbital, Aciclovir gegen Herpes und Depakine-Sirup zur Anfallsprophylaxe entsprechend den EEG-Empfehlungen. Die Herpesinfektion der Mutter während der Schwangerschaft und der erneute Ausbruch während der Geburt wurden als relevante Vorgeschichte festgehalten.

Zustand bei Behandlungsbeginn

Der Patient zeigt eine eingeschränkte Sprache und langsamere motorische Fähigkeiten, kann sich jedoch drehen, den Kopf halten und mit dem rechten Arm nach Gegenständen greifen. Allergien, auffälliger Stuhlgang oder andere wesentliche gastrointestinale Probleme wurden nicht berichtet. Trotz der Herpesinfektion in der Vorgeschichte liegen keine ansteckenden Erkrankungen vor. Bemerkenswert ist, dass bislang keine Epilepsie beziehungsweise Anfälle dokumentiert sind. Ohne größere Operationen, Druckstellen, Geschwüre oder Atemwegskomplikationen konzentriert sich der aktuelle Zustand des Patienten im Wesentlichen auf die Behandlung der Zerebralparese und die Beobachtung seiner Entwicklung.

Behandlungsplan

Der Patient erhielt 8 Pakete aus Nabelschnurgewebe gewonnener Stammzellen (UCMSC) durch intravenöse (IV) Injektion und intrathekale Injektion per Lumbalpunktion (LP) nach dem unten stehenden Schema:

NummerDatumZelltypInjektionsmethodeNebenwirkungen
17. März 2023UCMSCIntrathekale Injektion & Intravenöse Injektionkeine gemeldet
210. März 2023UCMSCIntrathekale Injektion & Intravenöse Injektionkeine gemeldet
314. März 2023UCMSCIntrathekale Injektion & Intravenöse Injektionkeine gemeldet
417. März 2023UCMSCIntrathekale Injektionkeine gemeldet
512. März 2023UCMSCIntrathekale Injektionkeine gemeldet

Zustand 12 Monate nach Behandlungsende

Der Verlauf des Patienten nach der Behandlung zeigt bemerkenswerte Verbesserungen in mehreren Bereichen, besonders in der Sprachentwicklung und den motorischen Fähigkeiten. Entgegen den anfänglichen Bedenken hat der Patient Fortschritte in der verbalen Kommunikation gemacht, versucht Sätze aus zwei bis drei Wörtern und beteiligt sich aktiv am Nachsprechen. Zusätzlich spiegeln Fortschritte bei körperlichen Aktivitäten wie Puzzlelösen, Lego-Spiel und dem Erlernen des Fahrradpedals Verbesserungen der motorischen Koordination wider. Die Teilnahme am Kindergarten mit besonderer Betreuung und Therapiesitzungen unterstützt seine Entwicklung zusätzlich.

SymptomEinschätzung der Verbesserung durch die Eltern
GleichgewichtKleine Verbesserung
LernbehinderungKleine Verbesserung
StimmungsstörungKleine Verbesserung
AufstehenKleine Verbesserung
SprachfunktionenGrößtenteils möglich
Eigene HandlungenMöglich
Körperliche FunktionenMöglich
ErkennungsfunktionenGrößtenteils möglich
Soziale AnpassungsfähigkeitGrößtenteils möglich
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